Gedenk- und Partnerschaftsreise Belarus 2018

In der Zeit vom 30. April 2018 bis 07. Mai 2018 werden wir von der Informationsstelle Tschernobyl e.V., Münster und der Initiative Ibbenbüren „Den Kindern von Tschernobyl“ (Mitglied der Informationsstelle Tschernobyl e.V., Münster) eine Begegnungs-, Völkerverständigungs- und Partnerschaftsreise nach Belarus durchführen. Aus der Gastelternschaft der Initiative Ibbenbüren werden sich 9 Gasteltern auf den Weg machen, die Familien und den Partner unserer Ferienkinder in Svensk zu besuchen sowie sich mit der jüngsten Geschichte, der Befreiung vom Faschismus in Belarus, auseinandersetzen.

Mit dem Besuch und der Übernachtung in den Familien unserer Gastkinder in der Gemeinde Svensk möchten wir einen Eindruck von den Lebensweisen, Kultur und Verständnis der belarussischen Familien bekommen. Die Besuche der Mittelschule, des Kindergartens sowie des Kulturzentrums werden diese Eindrücke vertiefen.

Im Mai 2015 haben wir auf Einladung der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte Minsk an eine Gedenkreise für eine gemeinsame europäische Zukunft zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus nach Minsk sowie zur gemeinsamen Eröffnung der Gedenkstätte Trostenez „Pforte der Erinnerung“ teilgenommen. Damals sind wir von belarussischen Historikern über das brutale und unmenschliche Vorgehen der deutschen Wehrmacht gegenüber der Bevölkerung informiert worden. Der Besuch der Gedenkstätte Chatyn hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Gerade zur heutigen Zeit mit den weltweiten Krisengebieten und Anschlägen sowie den menschenverachtenden Aktionen ist uns bewusst geworden, dass man diese unmenschlichen Handlungsweisen nicht vergessen darf. Es ist notwendig über das erfahrene Leid der Menschen vor mehr als 70 Jahren zu sprechen, aufzuklären und aus der Geschichte zu lernen.

Programmübersicht:

  • Besuch unserer Gastkinder in Svensk, Übernachtung in den Familien, Besichtigung Schule und Kindergarten
  • Besuch des Soldatenfriedhofes in Schatkowo
  • Besuch der Gedenkstätte Chatyn
  • Besuch Nadeshda
  • Besuch Gedenkstätte Trostenz „Pforte der Erinnerungen“
  • Besuch der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“

Gefördert wird unsere Begegnungsreise durch die Stiftung West-Östliche Begegnungen

Die gemeinnützige Stiftung West-Östliche Begegnungen fördert vielfaltige Begegnungen für Völkerverständigung und Frieden mit den unabhängigen Staaten auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion, die dem Auf- und Ausbau von langerfristigen Partnerschaften und Beziehungen ihrer Bürger dienen. Insgesamt hat sie in den vergangenen 23 Jahren rund 4.500 Projekte im Schüler-, Jugend- und Kulturaustausch, als Bürgerbegegnungen und im Rahmen kommunaler Partnerschaften bewilligt und mit ca. 10,1 Mio. Euro gefördert.

Im Mittelpunkt der unterstützten Maßnahmen stehen die direkten Begegnungen zwischen Menschen aus Deutschland und den genannten Ländern, die als themen- oder projektbezogene Aktivitäten stattfinden.

 

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