Tschernobyl – Die Katstrophe

Am  26. April 1986 kommt es im Kernkraftwerk Tschernobyl zum größtmöglichen Unfall, der in einem Kernkraftwerk auftreten kann. Nach einem missglückten Sicherheitstest explodiert der Reaktorblock 4. Massive Strahlung tritt aus dem Reaktor in die Umwelt.  Eine riesige Wolke aus freigesetzter Radioaktivität weitet sich über Europa aus. Besonders intensiv sind die Gebiete von Russland, Weißrussland und der Ukraine betroffen. Katastrophe von Tschernobyl – Wikipedia

Die Folgen der Katastrophe

Strahlender Staub wurde 1,5 Kilometer hoch in die Atmosphäre geschleudert und vom Wind über Tausende Kilometer auch bis nach Europa getragen. Lokale Regenschauer verteilen die Radionuklide sehr ungleichmäßig. Weite Landstriche in der Sowjetunion werden hoch strahlenbelastet und für Mensch und Tier unbewohnbar. 400.000 Menschen wurden umgesiedelt, darunter die komplette Stadt Pripjat mit 45.000 Einwohnnern. Erst nach und nach wird das ganze Ausmaß der Katastrophe für die betroffenen Menschen deutlich. Der Ostwind wehte die radioaktive Wolke nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl auch nach Deutschland – vor allem in Südbayern, Teilen Frankens und einigen Landstrichen zwischen Magdeburg und Schwerin. Siehe auch: Strahlentelex.de/Tschernobyl-Folgen

Die Folgen der Katastrophe in Belarus

70 Prozent der ausgetretenen Radioaktivität geht in Weißrussland (Belarus) nieder. 20 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden verstrahlt. Mehr als 2 Millionen Menschen leben in den verstrahlten Gebieten, darunter etwa 800.000 Kinder. Siehe auch: Botschaft der Republik Belarus in der Bundesrepublik Deutschland – Die Tschernobyl-Katastrophe und ihre Folgen

Tschernobyl – Heute

Viele Menschen müssen heute noch, und in den nächsten Jahrzenten, in einer verstrahlten Umgebung leben. Gesundheitliche Spätfolgen und Krebserkrankungen in der Bevölkerung steigen stetig an. Vor allem die Kinder leiden unter die atomare Verstrahlung. Ihre Immunsysteme sind geschwächt, Tumor-, chronische Erkrankungen, Stoffwechsel und Kinderdiabetes breiten sich zunehmend aus. 25 Jahre nach der Katastrophe sind acht von zehn Kinder krank. Siehe auch:  IPPNWE – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.

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