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Tscher­no­byl-Ak­ti­ons­wo­chen

40 Jah­re Tscher­no­byl-Ka­ta­stro­phe

In Ver­bin­dung mit dem 40. Ge­denk­tag der Tscher­no­byl-Re­ak­tor­ka­ta­stro­phe wird in der Lud­wig­kir­che in Ib­ben­bü­ren – in der Lud­wig­kir­che in Ib­ben­bü­ren (ei­nem mo­dern ge­stal­te­ten sa­kra­len Raum) – für 21 Ta­ge die In­stal­la­ti­on Ga­ia des in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­ten Künst­lers Lu­ke Jer­ram ge­zeigt.

„Ga­ia“ (grie­chisch „Mut­ter Er­de“) heißt die gro­ße Welt­ku­gel des bri­ti­schen Künst­lers und ist ei­ne ori­gi­nal­ge­treue Nach­bil­dung der Er­de, die mit NA­SA-Bil­dern ge­stal­tet ist.

Sie er­in­nert an die Re­ak­tor­ka­ta­stro­phe von Tscher­no­byl vom 26. April 1986. Sie macht aber auch zu­gleich auf die ak­tu­el­len öko­lo­gi­schen und frie­dens­po­li­ti­schen Her­aus­for­de­run­gen auf­merk­sam. Tscher­no­byl hat deut­lich ge­zeigt, wel­che Ge­fah­ren der mensch­li­che Um­gang mit Tech­nik und En­er­gie ber­gen kann – dass es Din­ge gibt, die der Mensch nicht be­herr­schen kann. Zu­gleich rich­tet sie den Blick nach vor­ne: auf un­se­re Ver­ant­wor­tung, den Pla­ne­ten Er­de un­se­re Hei­mat zu ach­ten und an­kom­men­de Ge­ne­ra­tio­nen wei­ter­zu­ge­ben.

“Für ei­ne Zu­kunft nach Tscher­no­byl und Fu­ku­shi­ma”

Ge­gen das Ver­ges­sen der Tscher­no­byl- und Fu­ku­shi­ma-Ka­ta­stro­phen zu ar­bei­ten, über die ge­sund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen der Ra­dio­ak­ti­vi­tät auf den Men­schen, vor al­lem der Kin­der, zu be­rich­ten, ist un­se­re ste­ti­ge Auf­ga­be. Seit 2012 füh­ren wir zu­sam­men mit der Schul­seel­sor­ge Ib­ben­bü­ren, die Eu­ro­päi­schen Ak­ti­ons­wo­chen “Für ei­ne Zu­kunft nach Tscher­no­byl und Fu­ku­shi­ma“ in Ib­ben­bü­re­ner Schu­len durch. Je­weils zum Tscher­no­byl-Ka­ta­stro­phen­tag am 26. April fin­det die Ak­ti­ons­wo­che statt. Zeit­zeu­gen (Li­qui­da­to­ren) der Ka­ta­stro­phe wer­den von der In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren ein­ge­la­den, da­mit sie über die Aus­wir­kun­gen der Atom­ka­ta­stro­phe mit den Schüler*innen dis­ku­tie­ren.

Kep­ler-Gym­na­si­um 2013

Vor al­lem, jun­ge Men­schen sol­len er­fah­ren, wie die Atom­ka­ta­stro­phe von Tscher­no­byl das Le­ben der Men­schen in Be­la­rus und der Ukrai­ne ver­än­dert hat. In den Schu­len spre­chen wir mit den Schüler*innen über die Aus­wir­kun­gen der Ka­ta­stro­phe und den mensch­li­chen Schick­sa­len. Die Aus­sa­ge der Zeit­zeu­gen, dass die Men­schen der nächs­ten 350 Ge­ne­ra­tio­nen an der frei­ge­setz­ten Ra­dio­ak­ti­vi­tät er­kran­ken (an Krebs ster­ben), ma­chen die Schü­ler sprach­los. Ge­ra­de in der heu­ti­gen Zeit ist es wich­tig sich mit den The­men Atom­aus­stieg, En­er­gie­wen­de und er­neu­er­ba­re En­er­gien aus­ein­an­der­zu­set­zen.