Mit dem Krieg in der Ukraine verlieren viele Menschen und Familien ihr Zuhause. Menschen sind auf der Flucht, suchen Sicherheit und Zukunftsorientierung. Die Ibbenbürener Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“ ist den Menschen in der Ukraine auf besondere Weise verbunden. Wir möchten die vom Krieg betroffenen Menschen unterstützen und haben ein Spendenkonto eingerichtet. Mit ihrer Spende können sie Familien und Flüchtlinge im Kriegsgebiet helfen.
Kreissparkasse Steinfurt:
DE06 4035 1060 0007 0100 36
Stichwort: Ukraine
Für Spenden bis 300,- € gilt der Zuwendungsnachweis als Spendenquittung. Gerne stellen wir Ihnen auch eine Spendenquittung aus.
Verteilung der Spenden im Kindergarten in Bogoduhiv/Oblast Charkiw
Unsere Kontakt-E-Mailadresse zur Ukraine-Hilfe:ukrainehilfe-ibb@gmx.de
Dankevideo aus Bogoduhiv nach unserem Spendenaufruf in der Adventszeit 2022
„In dieser für unser Land schwierigen Zeit bitten wir Sie, die Worte des aufrichtigen Dankes der Bewohner des Bezirks Bogoduhiv für Ihre Unterstützung und Hilfe, die Sie unserem Volk gewährt haben, entgegenzunehmen. Indem Sie Menschen helfen, schaffen Sie nicht nur materielle Werte, sondern geben auch Freude und Hoffnung auf ein besseres Leben“.„Ihre Hilfe ist ein unschätzbarer Beitrag und zweifellos eine spürbare Unterstützung. Gemeinsam sind wir in der Lage, alles Nötige zu tun, um das Leben von Zivilisten zu retten“,
(Zitat aus einem Brief aus Charkiv an unsere Ukraine-Hilfe )
Im März 2022, nach dem Beginn des Ukrainekrieges, haben wir eine Spendenaktion für die kriegsbetroffenen Menschen gestartet. Den Menschen dort zu helfen und zu unterstützen, wo es notwendig ist, haben wir uns zur Aufgabe gemacht. Seit März 2022 führen wir selbstständig Hilfstransporte zur Ukraine durch oder unterstützen andere Ukraine-Hilfsorganisationen aus unserer Region. Nahrungsmittel, Medikamente, Stromerzeuger, Hygienemittel für Kinder und Erwachsene, Kleidung, Krankenhausbedarf und viele andere Sachen bringen wir in die Ukraine. Sehr eng arbeiten wir mit der Ukraine-Hilfe Riesenbeck-Bippen zusammen. Viele gemeinsame Transporte wurden bereits durchgeführt. Über Lemberg werden die Hilfsgüter in der ganzen Ukraine dort verteilt, wo sie benötigt werden. Individuell unterstützen wir Menschen, besonders Kinder, in der Ukraine mit Medikamenten und Pflegehilfsmitteln.
Nicht die Anzahl der bereits gelieferten Hilfstransporte steht für uns im Vordergrund, sondern das Leid der Menschen in der Ukraine wahrzunehmen, treibt uns weiter an, mit unserem Einsatz nicht nachzulassen.
“Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima”
Gegen das Vergessen der Tschernobyl- und Fukushima-Katastrophen zu arbeiten, über die gesundheitlichen Auswirkungen der Radioaktivität auf den Menschen, vor allem der Kinder, zu berichten, ist unsere stetige Aufgabe. Seit 2012 führen wir zusammen mit der Schulseelsorge Ibbenbüren, die Europäischen Aktionswochen “Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ in Ibbenbürener Schulen durch. Jeweils zum Tschernobyl-Katastrophentag am 26. April findet die Aktionswoche statt. Zeitzeugen (Liquidatoren) der Katastrophe werden von der Initiative Ibbenbüren eingeladen, damit sie über die Auswirkungen der Atomkatastrophe mit den Schüler*innen diskutieren.
Kepler-Gymnasium 2013
Vor allem, junge Menschen sollen erfahren, wie die Atomkatastrophe von Tschernobyl das Leben der Menschen in Belarus und der Ukraine verändert hat. In den Schulen sprechen wir mit den Schüler*innen über die Auswirkungen der Katastrophe und den menschlichen Schicksalen. Die Aussage der Zeitzeugen, dass die Menschen der nächsten 350 Generationen an der freigesetzten Radioaktivität erkranken (an Krebs sterben), machen die Schüler sprachlos. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig sich mit den Themen Atomausstieg, Energiewende und erneuerbare Energien auseinanderzusetzen.
Zeitzeugen Valentina Daschkewitz und Juri Vatzkel mit Dolmetscherinnen Aktionswoche 2017
Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Aktionswochen in den Jahren 2020–2022 nicht stattfinden.
Aktionswoche in 2023
Vom 24. — 28. April 2023 wurde die Europäische Aktionswoche „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ durchgeführt. Der Ukrainekrieg und die politische Situation in Belarus haben auf unsere Planungen Einfluss genommen. Valentina Daschkewitz und Juri Vartskel konnten nicht teilnehmen. Anatolii Gubarev aus Charkiw hat uns als Zeitzeuge unterstützt. Er hat als Feuerwehrmann am Tschernobyl-Kraftwerk gearbeitet und leitet heute die zivilgesellschaftliche Organisation „Sojuz Tschernobyl Ukraine“ im Gebiet Charkow, wo sich die Liquidatoren vereinigt haben. Unser soziales Engagement, diese Aktionswoche durchzuführen, um gegen das Vergessen der Tschernobyl-Katastrophe zu arbeiten und eine Erinnerungskultur aufzubauen ist unsere stetige Aufgabe.
Wir starteten die Aktionswoche in Gedenken mit einem Themengottesdienst in der Mauritiuskirche um 11.00 Uhr, mit einer Kerzenaktion für alle Menschen, die durch das nukleare Tschernobyl-Unglück zu Schaden gekommen sind.
9 Schulen haben sich an der Aktionswoche beteiligt. 704 Schüler*nnen haben an der Aktion teilgenommen. Anbei die Presseberichte der Aktion:
Die Aktionswochen wurde durchgeführt in der 17. KW vom 22. April bis 26. April 2024. Anatilii Gubarev hat uns wieder als Zeitzeuge und Liquidator begleitet. Begonnen haben wir die Aktionswoche wieder mit einem Themengottesdienst mit Kerzenaktion in der Mauritiuskirche. 9 Schulen haben sich beteiligt, 800 Schüler*innen haben teilgenommen.
ihr habt richtig gelesen: Nach einer langen „Durststrecke“, in der wir keine Kinder aus Svensk in Belarus zur Erholung zu uns einladen konnten, haben wir einen Weg gefunden, wie wir in diesem Sommer wieder Kinder bei uns begrüßen können.
Kindergruppen zusammen Betreuer:innen können immer noch nicht zu uns kommen. Sie bekommen leider keine Ausreisegenehmigung. Aber: Es dürfen Eltern (also Vater oder Mutter) mit ihren Kindern reisen. Deswegen probieren wir in diesem Sommer einen anderen Weg der Kindererholung aus. Wir laden Mütter oder Väter mit ihren Kindern im Alter von 5–10 Jahren zu uns ein. Je nachdem, ob in den Svensker Familien ein oder zwei Kinder in dem Alter sind, kommen daher zwei oder drei Personen aus einer Familie zu uns.
Wir führen die Erholungsfreizeit durch vom27.07 — 14.08.2026.
Für die zwei Wochen bereiten wir auch wieder ein schönes Ferienprogramm vor.
Wenn ihr mitmachen könnt und wollt oder auch bei Fragen meldet euch einfach bei Nadja, Doris oder Rita, egal ob per Telefon, WhatsApp oder Mail. Wegen der langwierigen Visumbeschaffung meldet euch bitte möglichst zeitnah.
“Den Kindern zu helfen und Ihnen Mut und Hoffnung zu geben, durch Begegnung und Partnerschaft eine Brücke zwischen Ost und West zu bauen, für eine demokratische und eine menschenrechtsorientierte Bewegung und gemeinsam für ein atomfreies Europa eizutreten”
Für diese Ziele setzt sich unsere Initiative “Den Kindern von Tschernobyl” seit 1992 ein. Für dieses soziale Engagement wurde uns der Stadt-Marketing-Ehrenpreis 2023 am 09.11.2023 verliehen.
Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung des sozialen Engagements, den die Verantwortlichen in der Initiativen-Arbeit in den letzten 31 Jahren geleistet haben. Unsere 4‑wöchigen Ferienaktionen in Ibbenbüren und im Tecklenburger Land waren nur möglich durch die Unterstützung vieler Gastfamilien. Die Gastfamilien öffnen ihre Türen und nehmen die Kinder für die Zeit der Ferienerholung in ihren Familien auf. 754 Gastfamilien haben unsere Ferienerholungen unterstützt, 1003 Kinder haben an den Ferienerholungen teilgenommen. Ferienerholungen sind kostenaufwendig. Wir finanzieren ausschließlich durch Spenden. Der Ehrenamtspreis ist daher auch ein „Dankeschön“ an alle Gasteltern und alle Personen, Gruppen und Vereine, die uns unterstützen.
255,- € Spendenübergabe auf dem Frecklinghof. Auf dem Bild: Monique van Dijk (li.), Gäste aus Belarus, Leitungsteam der Initiative Ibbenbüren
„Den Kindern helfen, das Leid der Kinder wahrnehmen“ war das Motto der Spendenaktion zum Tag der offenen Tür auf dem Frecklinghof, an der Leedener Straße 30, gelegen zwischen Ledde und Leeden im Tecklenburger Land. Die Spendenaktion wurde zugunsten der Initiative Ibbenbüren „Den Kindern von Tschernobyl“ durchgeführt. Die Initiative Ibbenbüren lädt Kinder aus der radioaktiv kontaminierten Bauernschaft Svensk in Bezirk Mogilev/Belarus zu Ferienerholungen ein. Mit einem aktiven Ferienprogramm, bei gesunder Luft und mit unbelasteten Lebensmitteln sollen sich die Kinder von den Auswirkungen der Radioaktivität in Ibbenbüren und Umgebung erholen.
Der Frecklinghof arbeitet mit einer nachhaltigen Landwirtschaft, mit dem Ziel, mehr Energie in Form von Lebensmitteln zu ernten, als für die Herstellung gebraucht werden. So entsteht eine regenerative und produktive Landwirtschaft, indem nicht nur die Nutztiere, sondern auch Vögel, Wildtiere und Insekten mit eingebunden sind. Bewirtschaftet wird der Hof seit 2009 von Monique und Chiel van Dijk mit ca. 150 ha Wirtschaftsfläche. Die Bioprodukte sind jeden Samstag bis 14.00 Uhr auf dem Wochenmarkt am Osnabrücker Dom oder rund um die Uhr im Selbstbedienungs-laden, mit Chipkarte neben dem Hof, zu erwerben.
In der Bauernschaft Svensk in Belarus leben die Dorfbewohner von den selbst angebauten Erntegaben. Der Verzehr der radioaktiv verschmutzten Lebensmittel machen die Menschen, besonders die Kinder, krank. Es ist schon eine tolle Sache, wenn ein Biolandwirtschaftshof die Gesundheit unserer Kinder unterstützt.
Wir helfen und unterstützen Kinder aus Weißrussland (Belarus). Die Kinder, die uns im Sommer besuchen, kommen aus Svensk, und Umgebung. Diese Orte liegen im Bezirk Mogilev, ca. 220 km nordöstlich von Tschernobyl. Der Bezirk Mogilev zählt zu den am stärksten radioaktiv kontaminierten Gebieten in Weißrussland. Eine deutliche Verschlechterung der Gesundheitszustände bei den Kindern ist dort zu verzeichnen. Besonders Tumor- sowie chronische Erkrankungen sind die Spätfolgen der radioaktiven Kontamination.
Unsere Aufgabe
Wir ermöglichen den Kindern aus Belarus im Alter zwischen 7 und 15 Jahren einen Erholungsurlaub von 4 Wochen in Ibbenbüren und Umgebung. Dafür suchen wir Gasteltern, die bereit sind Ferienkinder aufzunehmen. Mit unseren Partnern in Svensk werden alle Formalien abgesprochen, die Einreise sowie An- und Abfahrt organisiert und Versicherungen abgeschlossen. Außerdem stellen wir für die Kinder ein abwechslungsreiches und aktives Ferienprogramm zusammen. Unser Leitungsteam ist stetig ansprechbar und begleitet die Gasteltern durch die Ferienfreizeit. Auch die Finanzierung unserer Ferienerholung ist eine stetige Herausforderung.
Unser Ziel
Wir möchten viele Kinder aus Weißrussland in die Ferienerholung nach Ibbenbüren holen. Mit Ihren Aufenthalt in sauberer Luft und zusätzlicher vitaminreicher Ernährung wird der Gesundheitszustand der Kinder gestärkt und ihr Immunsystem stabilisiert. Vielen Krankheiten wird dadurch vorgebeugt. Weniger Erkältungskrankheiten und Schulausfallzeiten sind die Folge.
Unsere Gasteltern
Unsere Gasteltern nehmen die Kinder in Ihren Familien für die Zeit der Erholung auf. Um Heimweh vorzubeugen bringen wir gerne 2 Kinder in einer Familie unter. Die Gastkinder sollen wie eigene Kinder behandelt und in den Familienablauf mit einbezogen werden. Ein klein wenig dürfen die Kinder auch verwöhnt werden. Ohne unsere liebevollen Gasteltern ist die Ferienfreizeit nicht durchführbar.
Unser Leitungsteam
Die Initiative Ibbenbüren besteht nur, weil viele Gasteltern, freiwillige Helfer, Sponsoren und Vereine unsere Aufgabe unterstützen und Hand in Hand arbeiten. Damit das alles reibungslos funktioniert koordiniert das Leitungsteam die Aufgaben der Initiative Ibbenbüren: Kontakt
Unser Logo
Das Logo unserer Initiative vereint das Radioaktivitätzszeichen mit einer blühenden Blume. Wir können die Radiaktivität nicht verhindern, aber wir können den Kindern von Tschernobyl helfen sich von der Strahlenbelastung zu erholen um so wieder aufzublühen.
Die Bundesregierung macht Ernst im Kampf gegen sexuellen Missbrauch. Zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch muss jeder, der mit Minderjährigen arbeitet, ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Die Bundesregierung zieht Konsequenzen aus den jüngsten Missbrauchsfällen. Kinder und Jugendliche sollen durch das erweiterte Führungszeugnis besser vor sexueller Gewalt geschützt werden. Wer hauptberuflich oder ehrenamtlich mit Minderjährigen arbeitet, muss ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Im Bundeszentralregister wurden bislang nur Strafen über 90 Tagessätze oder drei Monate Gefängnis festgehalten. Im erweiterten Führungszeugnis werden nun auch Strafen für Sexualdelikte erfasst, die unter diesen Grenzen liegen. Das Bundeszentralregistergesetz regelt, dass jeder Bundesbürger über 14 Jahre ein Führungszeugnis bekommen kann. Das erweiterte Führungszeugnis kann verhindern, dass einschlägig Vorbestrafte in der Jugendarbeit oder Jugendfreizeitgruppen tätig sind.
Das bedeutet für unsere Initiative Ibbenbüren:
Das Gesetz fordert von allen, die Kinder und Jugendliche regelmäßig betreuen – insbesondere dann, wenn die Aufenthalte mit Übernachtungen verbunden sind — die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses. Das betrifft somit alle ehrenamtlich tätigen Gasteltern und alle im Haushalt lebenden Personen über 18 Jahre. Verantwortlich ist der Träger unserer Tschernobyl-Initiative, die Informationsstelle Tschernobyl e.V. Münster.
Der Vorstand der Informationsstelle hat uns angewiesen, die erweiterten Führungszeugnisse für die Gasteltern und alle im Haushalt lebende Personen über 18 Jahre einzufordern, einzusehen und die “Unbedenklichkeit” der Gastfamilien der Informationsstelle Tschernobyl e. V. zu bestätigen.
Vorgehensweise:
Die Initiative Ibbenbüren beantragt per Sammelantrag die erweiterten Führungszeugnisse bei den zuständigen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltungen. Dieses hat den Vorteil, dass nicht alle betroffenen Personen persönlich bei den Stadt-/Gemeindewaltungen vorsprechen müssen. Antragsformulare zur Beantragung der Führungszeugnisse wurden von der Informationsstelle und dem Leitungsteam erstellt. Für den Antrag benötigen wir von den betroffenen Personen, Anschrift, Geburtsort/-datum. Die Personalausweise oder Reisepässe müssen eingesehen werden und die jeweilige Ausweisnummer wird in den Antrag vermerkt. Weiterhin wird bestätigt, das die Führungszeugnisse zur Ausübung von ehrenamtlichen Tätigkeiten benötigt, und somit Gebührenbefreiung beantragt wird.
Die erweiterten Führungszeugnisse können auch pers. bei den Stadt- bzw. Gemeindeverwaltungen beantragt werden. Hierfür werden ebenfalls die Antragsformulare verwendet. Allerdings müssen dieses vor der Abgabe von der Initiative unterschrieben werden. Mit der Unterschrift wird die Zugehörigkeit der Gastfamilie zur Initiative Ibbenbüren bestätigt.
Die erweiterten Führungszeugnisse werden gebührenfrei zu den Antragsteller nach Hause zugestellt. Die Zeugnisse müssen der Initiative, unter Berücksichtigung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen, vorgelegt werden. Die Initiative bescheinigt der Informationsstelle Tschernobyl die Unbedenklichkeit.