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Hilfs­gü­ter­trans­port zur Ukrai­ne

Klaus Lem­pert (Mit­glied im Lei­tungs­team der In­itiat­ve) und sein Sport­kol­le­ge Ma­ik Jan­sing brach­ten per­sön­lich Hilfs­gü­ter für die Ukrai­ne nach Po­len. Ins­ge­samt 3 Trans­por­te ha­ben sie durch­ge­führt. Die In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren hat die Kos­ten für den Trans­port über­nom­men, so­wie die Fahr­ten mit Me­di­ka­men­ten und Nah­rungs­mit­tel un­ter­stützt.

Ein wei­te­re Trans­port, durch­ge­führt vom In­ter­na­tio­na­len Bil­dungs- und Be­ge­nungs­werk in Dort­mund, wur­de eben­falls fi­nan­zi­ell un­ter­stützt.

Ins­ge­samt wur­den von un­se­rer In­itia­ti­ve Spen­den­gel­der in Hö­he von ca. 8000,- € zur Ver­fü­gung ge­stellt.

 3.ter Hilfs­gü­ter­trans­port in der Ukrai­ne an­ge­kom­men

von Klaus Lem­pert

Am 23.05.2022 fuh­ren wir (aus dem Lei­tungs­team Klaus Lem­pert und Sport­kol­le­gen Ma­ik Jan­sing) den drit­ten Hilfs­trans­port mit Hilfs­gü­tern Rich­tung Os­ten. Die Vor­ar­bei­ten wa­ren sehr er­folg­reich, es wur­den ent­ge­gen dem al­le­ge­mei­nen Trend noch sehr viel ge­spen­det. Was be­nö­tigt wur­de, konn­te di­rekt über ein Netz­werk von pri­vat en­ga­gier­ten Hel­fern in Er­fah­rung ge­bracht wer­den. Ins­be­son­de­re Ver­bands­zeug, Arz­nei- und Le­bens­mit­tel, Hy­gi­e­n­ar­ti­kel so­wie Klei­dung und Tier­fut­ter sind in der Ukrai­ne knapp. Durch Geld­spen­den konn­ten noch so ei­ni­ge hun­dert Kon­ser­ven­do­sen und Ver­bands­ma­te­ri­al ge­kauft wer­den. So fuhr man sehr früh mor­gens über Leip­zig, Dres­den, Kat­to­witz und Kra­kau bis auf 8 km an die ukrai­ni­sche Gren­ze her­an. Wur­den die ers­ten bei­den Trans­por­te noch in War­schau in ei­nem staat­lich kon­trol­lier­ten De­pot ab­ge­lie­fert, so wur­den die­se Hilfs­gü­ter von Mit­ar­bei­ter ei­ner Ver­tei­lungs­stel­le in Lwiw aus Prze­mysl (Po­len) di­rekt über­nom­men. Die­se Mit­ar­bei­ter wa­ren über­wäl­tigt und sprach­los von der Hilfs­be­reit­schaft, die Sie aus Deutsch­land er­fah­ren. Nach ei­ner Über­nach­tung fuh­ren wir wie­der nach Deutsch­land zu­rück, ins­ge­samt 40 Stun­den un­ter­wegs, da­von

ca. 26 Stun­den im Fahr­zeug, wel­ches vom Au­to­haus Pla­ge­mann ver­güns­tigt zur Ver­fü­gung ge­stellt wur­de, ver­brach­ten wir auf der Au­to­bahn. So sieht di­rek­te Un­ter­stüt­zung und Hil­fe sei­tens der In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren zur Zeit aus.

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Spen­den­auf­ruf für die Ukrai­ne

Der Krieg in der Ukrai­ne nimmt dra­ma­ti­sche Fol­gen an. Vie­le Fa­mi­li­en ver­lie­ren ihr Zu­hau­se, vie­le Men­schen sind auf der Flucht, su­chen Si­cher­heit und Zu­kunfts­ori­en­tie­rung. Die Ib­ben­bü­re­ner In­itia­ti­ve „Den Kin­dern von Tscher­no­byl“ ist den Men­schen in der Ukrai­ne auf be­son­de­re Wei­se ver­bun­den. Vie­le be­sorg­te Men­schen ru­fen uns an und wol­len die Men­schen in der Ukrai­ne un­ter­stüt­zen. Die In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren möch­te die­se Un­ter­stüt­zung wei­ter­ge­ben. Wir ha­ben ein Spen­den­kon­to ein­ge­rich­tet, wo sie mit ih­rer Spen­de Kin­der und de­ren Fa­mi­li­en im Kriegs­ge­biet hel­fen kön­nen. Die Spen­den wer­den zu 100 % wei­ter­ge­ge­ben an die Ge­schichts­werk­statt Tscher­no­byl in Char­kiw (http://ibb‑d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-tschernobyl/), mit wel­cher wir sehr eng zu­sam­men­ar­bei­ten. Von dort kom­men die Tscher­no­byl-Li­qui­da­to­ren, die mehr­fach in Ib­ben­bü­ren als Zeit­zeu­gen der Tscher­no­byl-Ka­ta­stro­phe zu Gast wa­ren. Die Ge­schichts­werk­statt un­ter­stützt schon seit der An­nek­tie­rung der Krim Bin­nen­flücht­lin­ge in der Ukrai­ne. Die­se Zahl ist jetzt dra­ma­tisch an­ge­stie­gen. Für Spen­den bis 300,- € gilt der Zu­wen­dungs­nach­weis als Spen­den­quit­tung.

Kreis­spar­kas­se Stein­furt:

DE06 4035 1060 0007 0100 36 

Stich­wort: Ukrai­ne

Pres­se IVZ 15.04.22; Ar­mi­nia und Schal­ke über­rei­chen Spen­de

Pres­se IVZ 11.05.22; Re­pair-Ca­fe und Re­pair-Mo­bil spen­den für die Ukrai­ne

Pres­se IVZ 02.06.22; An­ne-Frank-Re­al­schu­le übereicht Spen­de

Un­ter­stüt­zung Li­qui­da­to­ren in Char­kiw

800.000 jun­ge Men­schen wur­den 1986 am Kraft­werk Tscher­no­byl ein­ge­setzt um den nu­kla­ren Su­per-Gau auf­zu­räu­men, zu li­qui­diren. Da­her kommt der Be­griff Li­qui­da­tor. Auf­grund der aus­ge­setz­ten ra­dio­ak­ti­ven Strah­lung sind mehr als 100.000 Li­qui­da­to­ren be­reits ver­stor­ben, vie­le sind an Stoff­wech­sel­stö­run­gen und Krebs er­krankt.

Ju­ri Vatz­kel aus Kiew war von En­de Mai bis zum 14. Ju­li 1986 als Li­qui­da­tor im AKW Tscher­no­byl ein­ge­setzt, 1. Kom­pa­nie des Son­der­ba­tail­lons 731, Kom­man­deur des 2. Be­reit­schafts­zu­ges. Seit 1991 ist er als In­va­li­de 2. Gra­des an­er­kannt.

Un­se­re In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren führt seit dem 25. Jah­res­tag der Tscher­no­byl-Ka­ta­stro­phe Ak­tio­nen mit Schüler*nnen ge­gen das Ver­ges­sen der Tscher­no­byl-Ka­ta­str0­phe durch. Sie 2013 be­glei­tet Ju­ri Vatz­kel un­se­re Ak­tio­nen in den Schu­len. Zu­sam­men mit der Va­len­ti­na Dasch­ke­witz aus Minsk spre­chen und dis­ku­tie­ren sie als di­rekt be­trof­fe­ne Zeit­zeu­gen des nu­klea­ren Un­glücks mit den Schüler*innen über die Aus­wir­kun­gen und den mensch­li­chen Schick­sa­len der Ka­ta­stro­phe. Bei­de Zeit­zeu­gen sind in der Ge­schichts­werk­statt Tscher­no­byl in Char­kiw in der Ukrai­ne or­ga­ni­siert, wo noch an­de­re Li­qui­da­to­ren und Zeit­zeu­gen glei­che Auf­ga­ben über­neh­men. Da­her ist es ein be­son­de­res An­lie­gen, die­se Or­gan­sa­ti­on und die dort tä­ti­gen Men­schen mit un­se­ren Spen­den­auf­ruf zu un­ter­stüt­zen.

Sie­he Pres­se­be­richt Ju­ri Vatz­kel vom 26.02.2022

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Fe­ri­en­er­ho­lung 2022

Lei­der kei­ne gu­ten Nach­rich­ten, die uns der­zeit aus Be­la­rus er­rei­chen. Men­schen, die für die De­mo­kra­tie und Men­schen­rech­te ein­ste­hen, wer­den wei­ter­hin ver­haf­tet. Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NGO) wer­den ver­bo­ten. Ei­ne po­li­ti­sche La­ge, die mit dem Macht­ha­ber Lu­ka­schen­ko ver­wor­ren ist. Flücht­lin­ge aus al­ler Welt wer­den von Lu­ka­schen­ko ins Land ge­holt, nach Po­len und Li­tau­en ab­ge­scho­ben und im Grenz­ge­biet fest­ge­hal­ten. Eu­ro­pa möch­te die Flücht­lin­ge nicht ha­ben und ver­wei­gert die Ein­rei­se. So wer­den mensch­li­che Schick­sa­le zum Spiel­ball der Po­li­tik und der Macht. Co­ro­na hat auch in Be­la­rus sei­ne Spu­ren hin­ter­las­sen. Die wirk­li­chen Zah­len der An­ste­ckun­gen, Er­kran­kun­gen und To­des­fäl­len lie­gen weit ober­halb der of­fi­zi­el­len Zah­len, die von der Re­gie­rung ver­öf­fent­licht wer­den.

Hin­ter die­sen Hin­ter­grün­den, der po­li­ti­schen La­ge und der Co­ro­na-Pan­de­mie, ma­chen wir uns vom Lei­tungs­team der In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren Ge­dan­ken, wie es mit un­se­rer Fe­ri­en­er­ho­lung für die Tscher­no­byl­kin­der in Ib­ben­bü­ren wei­ter­ge­hen wird. Kön­nen wir im nächs­ten Jahr ei­ne Fe­ri­en­er­ho­lung in Ib­ben­bü­ren durch­füh­ren? Auf die­se Fra­ge kann uns mo­men­tan nie­mand ei­ne Ant­wort ge­ben. Den­noch sind wir in der La­ge die­ses kurz­fris­tig zu or­ga­ni­sie­ren. Bis spä­tes­tens Februar/März 2022 müs­sen die Ein­la­dun­gen zur Fe­ri­en­er­ho­lung aus­ge­spro­chen wer­den. Die Fak­ten spre­chen aber zum jet­zi­gen Zeit­punkt ei­ne an­de­re Spra­che. So er­rei­chen uns Aus­sa­gen des aus­wär­ti­gen Am­tes der BRD, dass der­zeit kei­ne Aus­rei­se­ge­neh­mi­gun­gen in Be­la­rus für Fe­ri­en­er­ho­lun­gen ge­neh­migt wer­den. Das Ge­sund­heits­amt hat uns mit­ge­teilt, dass der in Be­la­rus ein­ge­setz­te Impf­stoff aus Chi­na und Russ­land in Eu­ro­pa und Deutsch­land nicht an­er­kannt wird. So müs­sen wir da­von aus­ge­hen, dass ei­ne Fe­ri­en­er­ho­lung in 2022 in Ib­ben­bü­ren und Um­ge­bung nicht durch­zu­füh­ren ist.

Den­noch wol­len wir un­se­ren Kin­dern aus Svensk ei­ne Fe­ri­en­er­ho­lung er­mög­li­chen. Wir ste­hen in Kon­takt mit dem Sa­na­to­ri­um Na­desch­da. Na­desch­da liegt ober­halb von Minsk in ei­nem nicht ra­dio­ak­tiv kon­ta­mi­nier­ten Ge­biet und ist ein Sa­na­to­ri­um mit Frei­zeit-mög­lich­kei­ten (Ba­de­see etc.), wo sich die Kin­der von der Ra­dio­ak­ti­vi­tät er­ho­len kön­nen. Die Ev. Kir­che in Deutsch­land un­ter­stützt das Sa­na­to­ri­um. Die „Män­ner­ar­beit“ der Ev. Kir­che ist re­gel­mä­ßig vor Ort, um dort eh­ren­amt­lich Ar­bei­ten durch­zu­füh­ren. In Ab­spra­che mit dem Schul­di­rek­tor Tschu­makov möch­ten wir die Kin­der aus Svensk für 3–4 Wo­chen nach Na­desch­da zu ei­ner Fe­ri­en­frei­zeit ein­la­den. Die Kin­der wer­den voll ver­pflegt und ärzt­lich be­treut. Ein entspr. Fe­ri­en­pro­gramm wird ge­stal­tet. Die Kos­ten für die Un­ter­brin­gung und Be­treu­ung, in­cl. An- und Ab­fahrt, über­nimmt un­se­re In­itia­ti­ve.

Die letz­te Fe­ri­en­er­ho­lung ha­ben wir im Jahr 2019 in Ib­ben­bü­ren und Um­ge­bung durch­ge­führt. Es ist un­ser ge­mein­sa­mer An­sporn für die Zu­kunft, die Ge­sund­heit der Svens­ker Kin­dern wie­der zu stär­ken.

Film­bei­trag WDR 3 Lo­kal Müns­ter­land vom 26.04.2022

Wei­te­re In­fos zur Gast­el­tern­schaft

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Tscher­no­byl-Ak­ti­ons­wo­chen

“Für ei­ne Zu­kunft nach Tscher­no­byl und Fu­ku­shi­ma”
Zum 34. Jah­res­tag der Tscher­no­byl-Ka­ta­stro­phe (26. April 1986).
Ge­gen das Ver­ges­sen der Tscher­no­byl- und Fu­ku­shi­ma-Ka­ta­stro­phen zu ar­bei­ten, über die ge­sund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen der Ra­dio­ak­ti­vi­tät auf den Men­schen, vor al­lem der Kin­der, zu be­rich­ten, ist un­se­re ste­ti­ge Auf­ga­be. Seit 2012 füh­ren wir zu­sam­men mit der Schul­seel­sor­ge Ib­ben­bü­ren,  dem In­ter­na­tio­na­len Be­geg­nungs- und Bil­dungs­werks Dort­mund so­wie dem Deut­schen-Ukrai­ni­schen-Netz­werk der Ge­schichts­werk­statt Tscher­no­byl in Char­kiw die Eu­ro­päi­schen Ak­ti­ons­wo­chen “Für ei­ne Zu­kunft nach Tscher­no­byl und Fu­ku­shi­ma“ in Ib­ben­bü­re­ner Schu­len durch. Je­weils zum Tscher­no­byl-Ka­ta­stro­phen­tag am 26. April fin­det die Ak­ti­ons­wo­che statt. Zeit­zeu­gen, so­ge­nann­te Li­qui­da­to­ren der Ka­ta­stro­phe, wer­den von der In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren ein­ge­la­den, da­mit sie über die Aus­wir­kun­gen der Atom­ka­ta­stro­phe mit den Schüler*innen dis­ku­tie­ren. Ge­ra­de in der heu­ti­gen Zeit ist es wich­tig sich mit den The­men Atom­aus­stieg, En­er­gie­wen­de und er­neu­er­ba­re En­er­gien aus­ein­an­der­zu­setz­ten.
Va­len­ti­na Dasch­ke­witz aus Minsk und Ju­ri Vatz­kel aus Kiew be­glei­ten uns als  “Zeit­zeu­gen, so­ge­nann­te Li­qui­da­to­ren” der Tscher­no­byl-Ka­ta­stro­phe schon seit 6 Jah­ren. Vor al­lem, jun­ge Men­schen sol­len er­fah­ren, wie die Atom­ka­ta­stro­phe von Tscher­no­byl das Le­ben der Men­schen in Be­la­rus und der Ukrai­ne ver­än­dert hat. In den Schu­len spre­chen wir mit den Schü­lern über die Aus­wir­kun­gen der Ka­ta­stro­phe und den mensch­li­chen Schick­sa­len. Die Aus­sa­ge der Zeit­zeu­gen, dass die Men­schen der nächs­ten 350 Ge­nera­tio­nen an der frei­ge­setz­ten Ra­dio­ak­ti­vi­tät er­kran­ken (an Krebs ster­ben), ma­chen die Schü­ler sprach­los.

Auf­grund des Co­ro­na-Vi­rus muss­ten wir die Ak­ti­ons­wo­che für die Jah­re 2020 — 2022 ab­ge­sa­gen. Wir hof­fen im nächs­ten Jahr, wie­der im April, die nächs­te Ak­ti­on durch­füh­ren zu kön­nen.

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Be­ne­fiz­kon­zert Kres­si­wa

Auf ih­rer Vor­weih­nachts­tour­nee durch Nord­deutsch­land hat die weiß­rus­si­sche Folk­lo­re­grup­pe „Kres­si­wa“ am 2. Ad­vents­wo­chen­en­de 2019 in Ib­ben­bü­ren Sta­ti­on ge­macht. Got­tes­diens­te in den Kir­chen der Kath. St. Mau­ri­ti­us- und Ev. Mat­thä­us­kir­che in Ib­ben­bü­ren wur­den mu­si­ka­lisch mit­ge­stal­tet. Kon­zer­te im Al­ten­heim Haus St. Hed­wig in Ib­ben­bü­ren-Püs­sel­bü­ren und im Ge­mein­de­zen­trum blick.punkt der Ev. Kir­chen­ge­mein­de in Ib­ben­bü­ren be­geis­ter­ten vie­le Se­nio­ren. Die vier Pro­fi­mu­si­ker der Mins­ker Phil­har­mo­nie san­gen und spiel­ten zu­guns­ten des Dia­be­tes­pro­jek­tes der „Kin­der von Tscher­no­byl“ und „MS-Kran­ker Kin­der“ in Minsk.
Kres­si­wa, zu deutsch „Feu­er­stein, Feu­er­vo­gel“, gab ei­nen Ein­blick in ihr um­fang­rei­ches folk­lo­ris­ti­sches Re­per­toire. Durch ih­re far­ben­präch­ti­ge Ori­gi­nal­trach­ten mit vor­weih­nacht­li­chen Lie­dern so­wie mit­rei­ßen­den Lie­dern aus ih­rer Hei­mat ver­mit­tel­ten sie über Sprach­bar­rie­ren hin­weg ei­ni­ges von den Sit­ten und dem Le­bens­ge­fühl der Weiß­rus­sen. Vor al­lem mit ih­ren vor­weih­nacht­li­chen Lie­dern zum Mit­sin­gen be­rühr­ten sie vie­le Men­schen in ih­ren Her­zen. Ein­ge­la­den wur­de die Folk­grop­pe von uns, der In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren.

Be­richt Ib­ben­bü­re­ner­Volks­zei­tung

Lei­der konn­ten wir auf­grund der Cora­na-Pan­de­mie un­se­re Be­ne­fiz­kon­zer­te 2020 und 2021 nicht durch­füh­ren. Die be­rau­schen­de Mu­sik von Kres­si­wa zur Ein­stim­mung auf die Weih­nachts­zeit ha­ben wir ver­misst. Wir hof­fen in die­sem Jahr die Folk­lo­re­grup­pe wie­der nach Ib­ben­bü­ren ein­la­den zu kön­nen.

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Initiative Ibbenbüren

In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren — Por­trait

Wir hel­fen und un­ter­stüt­zen Kin­der aus Weiß­russ­land (Be­la­rus). Die Kin­der, die uns im Som­mer be­su­chen, kom­men aus Svensk, und Um­ge­bung. Die­se Or­te lie­gen im Be­zirk Mo­gi­lev, ca. 220 km nord­öst­lich von Tscher­no­byl. Der Be­zirk Mo­gi­lev zählt zu den am stärks­ten ra­dio­ak­tiv kon­ta­mi­nier­ten Ge­bie­ten in Weiß­russ­land. Ei­ne deut­li­che Ver­schlech­te­rung der Ge­sund­heits­zu­stän­de bei den Kin­dern ist  dort zu ver­zeich­nen.  Be­son­ders Tu­mor- so­wie chro­ni­sche Er­kran­kun­gen sind die Spät­fol­gen der ra­dio­ak­ti­ven Kon­ta­mi­na­ti­on.

Un­se­re Auf­ga­be

Wir er­mög­li­chen den  Kin­dern aus Be­la­rus im Al­ter zwi­schen 7 und 15 Jah­ren ei­nen Er­ho­lungs­ur­laub von 4 Wo­chen in Ib­ben­bü­ren und Um­ge­bung.  Da­für su­chen wir Gast­el­tern, die be­reit sind Fe­ri­en­kin­der auf­zu­neh­men. Mit un­se­ren Part­nern in Svensk wer­den al­le For­ma­li­en ab­ge­spro­chen, die Ein­rei­se so­wie An- und Ab­fahrt or­ga­ni­siert und Ver­si­che­run­gen ab­ge­schlos­sen. Au­ßer­dem stel­len wir für die Kin­der ein ab­wechs­lungs­rei­ches und ak­ti­ves Fe­ri­en­pro­gramm zu­sam­men. Un­ser Lei­tungs­team ist ste­tig an­sprech­bar und be­glei­tet die Gast­el­tern  durch die Fe­ri­en­frei­zeit. Auch die Fi­nan­zie­rung un­se­rer Fe­ri­en­er­ho­lung ist ei­ne ste­ti­ge Her­aus­for­de­rung.

Un­ser Ziel

Wir möch­ten vie­le Kin­der aus Weiß­russ­land in die Fe­ri­en­er­ho­lung nach Ib­ben­bü­ren ho­len. Mit Ih­ren Auf­ent­halt in sau­be­rer Luft und zu­sätz­li­cher vit­amin­rei­cher Er­näh­rung  wird der Ge­sund­heits­zu­stand der Kin­der ge­stärkt und ihr Im­mun­sys­tem sta­bi­li­siert. Vie­len Krank­hei­ten wird da­durch vor­ge­beugt. We­ni­ger Er­käl­tungs­krank­hei­ten und Schul­aus­fall­zei­ten sind die Fol­ge.

Un­se­re Gast­el­tern

Un­se­re Gast­el­tern neh­men die Kin­der in Ih­ren Fa­mi­li­en für die Zeit der Er­ho­lung auf. Um Heim­weh vor­zu­beu­gen brin­gen wir ger­ne 2 Kin­der in ei­ner Fa­mi­lie un­ter. Die Gast­kin­der sol­len wie ei­ge­ne Kin­der be­han­delt und in den Fa­mi­li­en­ab­lauf mit ein­be­zo­gen wer­den. Ein klein we­nig dür­fen die Kin­der auch ver­wöhnt wer­den. Oh­ne un­se­re lie­be­vol­len Gast­el­tern ist die Fe­ri­en­frei­zeit nicht durch­führ­bar.

Un­ser Lei­tungs­team

Die In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren be­steht nur, weil vie­le Gast­el­tern, frei­wil­li­ge Hel­fer, Spon­so­ren und Ver­ei­ne un­se­re Auf­ga­be un­ter­stüt­zen und Hand in Hand ar­bei­ten. Da­mit das al­les rei­bungs­los funk­tio­niert ko­or­di­niert das Lei­tungs­team rund um Rein­hard Jan­sing die Auf­ga­ben der In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren: Kon­takt

Un­ser Lo­go

Das Lo­go un­se­rer In­itia­ti­ve ver­eint das Ra­dio­ak­ti­vi­tätzs­zei­chen mit ei­ner blü­hen­den Blu­me. Wir kön­nen die Ra­diak­ti­vi­tät nicht ver­hin­dern, aber wir kön­nen den Kin­dern von Tscher­no­byl hel­fen sich von der Strah­len­be­las­tung zu er­ho­len um so wie­der auf­zu­blü­hen.

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Gasteltern

Er­wei­ter­tes Füh­rungs­zeug­nis

Die Bun­des­re­gie­rung macht Ernst im Kampf ge­gen se­xu­el­len Miss­brauch. Zum bes­se­ren Schutz von Kin­dern und Ju­gend­li­chen vor se­xu­el­lem Miss­brauch muss je­der, der mit Min­der­jäh­ri­gen ar­bei­tet, ein er­wei­ter­tes Füh­rungs­zeug­nis vor­le­gen. Die Bun­des­re­gie­rung zieht Kon­se­quen­zen aus den jüngs­ten Miss­brauchs­fäl­len. Kin­der und Ju­gend­li­che sol­len durch das er­wei­ter­te Füh­rungs­zeug­nis bes­ser vor se­xu­el­ler Ge­walt ge­schützt wer­den. Wer haupt­be­ruf­lich oder eh­ren­amt­lich mit Min­der­jäh­ri­gen ar­bei­tet, muss ein er­wei­ter­tes Füh­rungs­zeug­nis vor­le­gen. Im Bun­des­zen­tral­re­gis­ter wur­den bis­lang nur Stra­fen über 90 Ta­ges­sät­ze oder drei Mo­na­te Ge­fäng­nis fest­ge­hal­ten. Im er­wei­ter­ten Füh­rungs­zeug­nis wer­den nun auch Stra­fen für Se­xu­al­de­lik­te er­fasst, die un­ter die­sen Gren­zen lie­gen. Das Bun­des­zen­tral­re­gis­ter­ge­setz re­gelt, dass je­der Bun­des­bür­ger über 14 Jah­re ein Füh­rungs­zeug­nis be­kom­men kann. Das er­wei­ter­te Füh­rungs­zeug­nis kann ver­hin­dern, dass ein­schlä­gig Vor­be­straf­te in der Ju­gend­ar­beit oder Ju­gend­frei­zeit­grup­pen tä­tig sind.

Das be­deu­tet für un­se­re In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren:

Das Ge­setz for­dert von al­len, die Kin­der und Ju­gend­li­che re­gel­mä­ßig be­treu­en – ins­be­son­de­re dann, wenn die Auf­ent­hal­te mit Über­nach­tun­gen ver­bun­den sind — die Vor­la­ge ei­nes er­wei­ter­ten Füh­rungs­zeug­nis­ses. Das be­trifft so­mit al­le eh­ren­amt­lich tä­ti­gen Gast­el­tern und al­le im Haus­halt le­ben­den Per­so­nen über 18 Jah­re. Ver­ant­wort­lich ist der Trä­ger un­se­rer Tscher­no­byl-In­itia­ti­ve, die In­for­ma­ti­ons­stel­le Tscher­no­byl e.V. Müns­ter.

Der Vor­stand der In­for­ma­ti­ons­stel­le hat uns an­ge­wie­sen,  die er­wei­ter­ten Füh­rungs­zeug­nis­se für die Gast­el­tern und al­le im Haus­halt le­ben­de Per­so­nen über 18 Jah­re ein­zu­for­dern, ein­zu­se­hen und die “Un­be­denk­lich­keit” der Gast­fa­mi­li­en der In­for­ma­ti­ons­stel­le Tscher­no­byl e. V. zu be­stä­ti­gen.

Vor­ge­hens­wei­se:

Die In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren be­an­tragt per Sam­me­lan­trag die er­wei­ter­ten Füh­rungs­zeug­nis­se bei den zu­stän­di­gen Stadt- bzw. Ge­mein­de­ver­wal­tun­gen. Die­ses hat den Vor­teil, dass nicht al­le be­trof­fe­nen Per­so­nen per­sön­lich bei den Stadt-/Ge­mein­de­wal­tun­gen vor­spre­chen müs­sen. An­trags­for­mu­la­re zur Be­an­tra­gung der Füh­rungs­zeug­nis­se wur­den von der In­for­ma­ti­ons­stel­le und dem Lei­tungs­team er­stellt. Für den An­trag be­nö­ti­gen wir von den be­trof­fe­nen Per­so­nen, An­schrift, Ge­burts­or­t/-da­tum. Die Per­so­nal­aus­wei­se oder Rei­se­päs­se müs­sen ein­ge­se­hen wer­den und die je­wei­li­ge Aus­weis­num­mer wird in den An­trag ver­merkt. Wei­ter­hin wird be­stä­tigt, das die Füh­rungs­zeug­nis­se zur Aus­übung von eh­ren­amt­li­chen Tä­tig­kei­ten be­nö­tigt, und so­mit Ge­büh­ren­be­frei­ung be­an­tragt wird.

Die er­wei­ter­ten Füh­rungs­zeug­nis­se kön­nen auch pers. bei den Stadt- bzw. Ge­mein­de­ver­wal­tun­gen be­an­tragt wer­den. Hier­für wer­den eben­falls die An­trags­for­mu­la­re ver­wen­det. Al­ler­dings müs­sen die­ses vor der Ab­ga­be von der In­itia­ti­ve un­ter­schrie­ben wer­den. Mit der Un­ter­schrift wird die Zu­ge­hö­rig­keit der Gast­fa­mi­lie zur In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren be­stä­tigt.

Die er­wei­ter­ten Füh­rungs­zeug­nis­se wer­den ge­büh­ren­frei zu den An­trag­stel­ler nach Hau­se zu­ge­stellt. Die Zeug­nis­se müs­sen der In­itia­ti­ve, un­ter Be­rück­sich­ti­gung der da­ten­schutz­recht­li­chen Be­stim­mun­gen, vor­ge­legt wer­den. Die In­itia­ti­ve be­schei­nigt der In­for­ma­ti­ons­stel­le Tscher­no­byl die Un­be­denk­lich­keit.

An­trag Füh­rungs­zeug­nis