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Gasteltern

Gast­fa­mi­li­en — Por­trait

Un­se­re In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren ist ein Zu­sam­men­schluss von vie­len Gast­fa­mi­li­en. Die Gast­fa­mi­li­en sind das Herz un­se­rer In­itia­ti­ve. Oh­ne Gast­fa­mi­li­en kann die In­itia­ti­ve nicht be­stehen. So sind vie­le Gast­fa­mi­li­en schon vie­le Jah­re in der In­itia­ti­ve ak­tiv, ei­ni­ge schon seit der ers­ten Fe­ri­en­er­ho­lung 1993. Vie­le Gast­fa­mi­li­en ha­ben uns spon­tan un­ter­stützt und für ein oder zwei­mal Gast­kin­der auf­ge­nom­men. Al­len Gast­fa­mi­li­en möch­ten wir un­se­ren Re­spekt und Dank au­spre­chen!

Auch bei un­se­ren Gast­kin­dern dür­fen wir im­mer wie­der neue Gäs­te be­grü­ßen und so ist es un­se­re ste­ti­ge Auf­ga­be “neue” Gast­fa­mi­li­en an­zu­spre­chen und für un­se­re Ar­beit zu ge­win­nen.

Die Kin­der brau­chen den Er­ho­lungs­ur­laub bei uns zur Stär­kung der Ge­sund­heit und zur Sta­bi­li­sie­rung ih­res Im­mun­sys­tems. Die gan­ze Fa­mi­lie muss da­mit ein­ver­stan­den sein und da­hin­ter ste­hen, denn die­se Ent­schei­dung be­deu­tet Ver­än­de­rung im täg­li­chen Le­ben für die gan­ze Fa­mi­lie. Die Kin­der wer­den uns vom Schul­lei­ter der Schu­le Svensk an­ver­traut, sie ha­ben zwar al­le ein sehr ge­schwäch­tes Im­mun­sys­tem, sind aber nicht akut krank. Ha­ben Sie kei­ne Angst: Sie be­kom­men kei­nen Pfle­ge­fall. Die Kin­der „strah­len“ auch nicht. Sie ha­ben für ca 3 Wo­chen ein oder zwei Gäs­te am Tisch und auch et­was mehr Wä­sche. Sie fah­ren mehr mit dem Au­to, denn wir bie­ten den Gast­kin­dern ein Fe­ri­en­pro­gramm an.

Die Gast­kin­der sind durch uns Kranken‑, Haft­pflicht- und Un­fall­ver­si­chert, die Gast­el­tern sind über das Land NRW in ei­ner Grup­pen­haftfplicht­ver­si­che­rung ver­si­chert. Die Gast­kin­der be­kom­men von uns ein klei­nes Ta­schen­geld, au­ßer­dem be­steht die Mög­lich­keit, sich in un­se­rer „Klei­der­kam­mer“ ein­zu­klei­den. Es bleibt zwar ei­ne fi­nan­zi­el­le Be­las­tung, aber die­se hält sich in Gren­zen.

Die Ver­stän­di­gung er­folgt mit Herz, Au­gen, Ges­tik und kur­zen Wör­tern. Wenn die Ver­stän­di­gung ein­mal nicht aus­reicht, ste­hen Dol­met­scher Tag und Nacht zur Ver­fü­gung. Be­zie­hen Sie die Gast­kin­der in ihr nor­ma­les Fa­mi­li­en­le­ben mit ein und be­han­deln Sie die Kin­der  so, wie Sie ih­re ei­ge­nen Kin­der be­han­deln. Sor­gen Sie für ei­ne ge­sun­de und vit­amin­rei­che Er­näh­rung. Ein klein we­nig dür­fen Sie die Kin­der auch ver­wöh­nen. Ein auf­ge­stell­te ab­wechs­lungs­rei­che Fe­ri­en­pro­gramm ver­dan­ken wir Spon­so­ren. Selbst­ver­ständ­lich kön­nen Sie mit Ih­ren Fa­mi­li­en an dem Fe­ri­en­pro­gramm kos­ten­los teil­neh­men.

Sie ha­ben ein gro­ßes Herz für Kin­der und ei­nen ge­sun­den Men­schen­ver­stand.
Dann klappt al­les pro­blem­los.

Zei­tungs­be­richt “Gast­el­tern” aus der Ib­ben­bü­re­ner Volks­zei­tung vom 13.08.2011

Wir su­chen im­mer lie­be­vol­le Gast­el­tern die be­reit sind, für vier Wo­chen Kin­der in den ei­ge­nen Fa­mi­li­en auf­zu­neh­men. Um Heim­weh fern­ab der Hei­mat vor­zu­beu­gen, brin­gen wir ger­ne zwei Kin­der in ei­ner Fa­mi­lie un­ter. Auch kön­nen sich 2 Fa­mi­li­en die Zeit der Fe­ri­en­er­ho­lung auf­tei­len. Dies er­leich­tert den Gast­fa­mi­li­en die Ur­laubs­pla­nung und macht für Neu­ein­stei­ger den Ent­schluss leich­ter. Erst hat­ten wir be­den­ken den Gast­kin­dern den Er­ho­lungs­auf­ent­halt zu tei­len. In 2011 ha­ben sich 22 Gast­fa­mi­li­en und 2012 36 Gast­fa­mi­li­en oh­ne Pro­ble­me die Fe­ri­en­er­ho­lung ge­teilt. So­mit konn­ten wir je­weils 48 Kin­der nach Ib­ben­bü­ren ein­la­den.

 Al­len Gast­el­tern sa­gen wir ein herz­li­ches „Dan­ke­schön“ für Ihr En­ga­ge­ment!

 

Ha­ben wir Ihr In­ter­es­se ge­weckt?

Dann ru­fen Sie uns ein­fach an oder nut­zen Sie un­se­re Kon­takt­sei­te!

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Gasteltern

Hin­wei­se für Gast­el­tern

Ziel der In­itia­ti­ve “Den Kin­dern von Tscher­no­byl” ist die un­mit­tel­ba­re Hil­fe von Kin­dern die auch heu­te und jetzt an den Fol­gen­den der Atom­ka­ta­stro­phe in Tscher­no­byl lei­den. Die Atom­ka­ta­stro­phe von 1986 ge­schah lan­ge be­vor un­se­re Gast­kin­der zur Welt ge­kom­men sind und noch im­mer lei­den vor al­lem die Kin­der an den Fol­gen der ra­dio­ak­ti­ven Ver­strah­lung.

Wir or­ga­ni­sie­ren nun seit 1993 jähr­lich ei­ne ca. 4‑wöchige Fe­ri­en­er­ho­lung für Kin­der aus Weiß­russ­land (Be­la­rus) und der Er­folg ist der Hil­fe zahl­rei­cher Gast­fa­mi­li­en zu ver­dan­ken.

Wir hel­fen Ih­nen bei al­len An­ge­le­gen­hei­ten rund um die Fe­ri­en­er­ho­lung und bie­ten ein um­fang­rei­ches Rah­men­pro­gramm für die Kin­der und auch für Sie als Gast­fa­mi­lie an.

Hier ein paar Hin­wei­se und Tipps:

  • Sor­gen Sie für so­viel Auf­ent­halt an der fri­schen Luft wie nur mög­lich.
  • Sor­gen Sie für ge­sun­de, und vit­amin­rei­che Er­näh­rung. Da die Kin­der vie­le un­se­rer Spei­sen nicht ken­nen, sind Ein­ge­wöh­nungs­schwie­rig­kei­ten beim Es­sen mög­lich. Das gilt be­son­ders für Ge­mü­se und So­ßen. Da­ge­gen wer­den Roh­kost und an­ge­mach­te Sa­la­te aus Möh­ren, Kohl, Gur­ken und To­ma­ten oft ger­ne ge­ges­sen. Eben­so auch al­le Fleisch­spei­sen, Ge­flü­gel, so­gar Fisch, al­le Kar­tof­fel­spei­sen, Sup­pen, Reis und Nu­deln. Milch und Milch­pro­duk­te soll­ten reich­lich an­ge­bo­ten wer­den. An­stel­le der un­ge­sun­den Sü­ßig­kei­ten soll­te sehr viel Obst an­ge­bo­ten wer­den. Saft statt Co­la 😉
  • Er­klä­ren Sie den Kin­dern die sa­ni­tä­ren An­la­gen, die meis­ten Stadt­kin­der sind zwar da­mit ver­traut doch Kin­dern aus ei­nem Dorf, wo das Was­ser noch vom Brun­nen ge­holt wird, sind un­se­re Toi­let­ten oft fremd. Ver­mit­teln Sie den Gast­kind, dass bei uns die Wasch­ma­schi­ne die Un­ter­wä­sche und Strümp­fe wäscht und wir sie des­halb oft wech­seln kön­nen. Et­was Kon­trol­le scha­det hier nicht, dass ken­nen wir u.U. von den ei­ge­nen Kin­dern 😉
  • Bit­te über­häu­fen Sie die Kin­der nicht mit Ge­schen­ken und über­for­dern Sie sie nicht mit „Pro­gramm!“ Die Kin­der sind hier, um sich zu er­ho­len. Über­mä­ßi­ges Ver­wöh­nen soll­te des­halb — auch im Hin­blick auf die ei­ge­nen Kin­der — un­ter­blei­ben.
  • Nicht je­des Gast­kind kann Rad fah­ren oder kennt sich mit un­se­ren Stra­ßen­ver­kehr aus. Der Helm soll­te selbst­ver­ständ­lich sein und den­ken Sie dar­an, dass die Gast­kin­der un­se­re Rad­we­ge oder Am­peln nicht ken­nen.

Das Lei­tungs­team der In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren, be­glei­tet Sie als Gast­el­tern durch die Fe­ri­en­frei­zeit:

  • Or­ga­ni­sa­ti­on der An- und Ab­rei­se
  • Ab­wick­lung sämt­li­cher Rei­se­do­ku­men­te
  • In­ten­si­ve Vor­be­spre­chun­gen und Pla­nung
  • Die Kin­der sind Haft­flicht- so­wie Kran­ken- und Un­fall­ver­si­chert
  • Ein ak­ti­ves Fe­ri­en­pro­gramm sorgt für Ab­wechs­lung und dient der Ver­stän­di­gung
  • Dol­met­scher ste­hen Tag und Nacht zur Ver­fü­gung, wenn die Ver­stän­di­gung ein­mal nicht aus­reicht
  • Ein­klei­dung der Kin­der durch ei­ge­ne Klei­der­bör­se
  • Die Kin­der be­kom­men ein klei­nes Ta­schen­geld

Wir sind im­mer und über­all für je­den an­sprech­bar. Ver­spro­chen…

 

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Initiative Ibbenbüren

In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren — Lei­tungs­team

Ei­ne Fe­ri­en­er­ho­lung für ca. 40 Kin­der aus Svensk zu or­ga­ni­sie­ren und durch­zu­füh­ren kos­tet viel Zeit und Kraft und for­dert ein be­son­de­res En­ga­ge­ment. So sind ste­tig vie­le Auf­ga­ben zu er­le­di­gen:

  • Fi­nan­zie­rung un­se­rer Fe­ri­en­ak­ti­on
  • Gast­el­tern su­chen und an­spre­chen
  • Kin­der- und Gast­el­tern­lis­ten füh­ren, Ein­la­dun­gen aus­spre­chen
  • Auf­stel­lung und Durch­füh­rung des Fe­ri­en­pro­gram­mes
  • Spon­so­ring
  • Gast­el­tern vor­be­rei­ten
  • Im Netz­werk der In­itia­ti­ven „Den Kin­dern von Tscher­no­byl“ ak­tiv sein
  • …und ein­fach da sein als An­sprech­part­ner!

All die­se Auf­ga­ben (und noch ein klein biss­chen mehr) über­nimmt das Lei­tungs­team un­se­rer In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren „Den Kin­dern von Tscher­no­byl“.

Als Team im Lei­tungs­team sind tä­tig:

Ri­ta Volk­mer, Re­cke, Tel. 0151–21111793

Do­ris Hee­ger, Mett­in­gen, Tel. 0151–22816160

Nad­ja Ra­isch, Ib­ben­bü­ren, Tel. 0162–3142598

Rein­hard Jan­sing, Ib­ben­bü­ren, Tel. 0157–76079797

Klaus Lem­pert, Ib­ben­bü­ren, Tel. 05451 971602

Rein­hard Paul, Ib­ben­bü­ren, Tel. 0176–45764974 (be­ra­tend tä­tig)

Selbst­ver­ständ­lich un­ter­stüt­zen uns un­se­re Part­ner und vie­le lie­be net­te Men­schen.

Der Kern und das Herz un­se­rer In­itia­ti­ve sind un­se­re Gast­fa­mi­li­en. Oh­ne un­se­re Gas­fa­mi­li­en gibt es kei­ne Fe­ri­en­er­ho­lung für die Kin­der aus Svensk in Ib­ben­bü­ren und für das Lei­tungs­team kei­ne Ar­beit.

Ein­stel­lun­gen
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Ein­stel­lun­gen
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Tschernobyl

Tscher­no­byl — Ak­tu­ell

Brü­chi­ge Schutz­hül­le

25 Jah­re nach dem Su­per Gau droht der Re­ak­tor­block 4 aus­ein­an­der zu bre­chen. In­zwi­schen ist der so ge­nann­te Sar­ko­phag ma­ro­de und Re­gen­was­ser dringt in das In­ne­re des Schutz­man­tels. Ein neu­er Sar­ko­phag be­fin­det sich zur Zeit im Bau. Die Ar­beit an dem 740 Mil­lio­nen Eu­ro teu­ren Pro­jekt kön­nen noch in die­sem Jahr star­ten und bis 2015 ab­ge­schlos­sen sein, teil­te das Au­ßen­mi­nis­te­ri­um in Kiew mit. Die Ukrai­ne wird aber den Sar­ko­phag nicht fi­nan­zie­ren kön­nen. Ein Spre­cher der Eu­ro­päi­schen Bank für Wie­der­auf­bau und Ent­wick­lung er­klär­te, in­ter­na­tio­na­le Geld­ge­ber hät­ten bis­lang 670 Mil­lio­nen Eu­ro zu­ge­sagt. Ver­an­schlagt sind Kos­ten von 740 Mil­lio­nen Eu­ro. mehr

“Der Sar­ko­phag von Tscher­no­byl”, ver­gleicht Va­len­tin Kup­ny (64) aus der Ukrai­ne, obers­ter Hü­ter der “ato­ma­ren Grab­kam­mer” an der Gren­ze zu Weiß­russ­land, “wird den Men­schen lei­der weit län­ger er­hal­ten blei­ben als die Py­ra­mi­den von Gi­zeh.” Sie­he auch: Ein Stahl-Sar­ko­phag für Tscher­no­byl (Zeit-On­line)

Lang­zeit­fol­gen in Deutsch­land

Noch im­mer ist ei­ne er­höh­te ra­dio­ak­ti­ve Be­las­tung der Bö­den vor al­lem im Sü­den Bay­erns nach­weis­bar. Nach An­ga­ben des Bun­des­amt für Strah­len­schutz über­schrei­ten et­li­che Pilz­ar­ten die Grenz­wer­te. Be­son­ders be­las­tet aber sind nach wie vor Wild­schwei­ne, und die Be­las­tung wird nach Ein­schät­zung der Be­hör­de bis 2030 auch nicht si­gni­fi­kant zu­rück­ge­hen. Auch im ver­gan­ge­nen Win­ter muss­ten er­leg­te Wild­schwei­ne ver­nich­tet wer­den, weil sie ver­strahlt wa­ren. Die Tie­re fres­sen be­son­ders gern so­ge­nann­te Hirsch­trüf­fel so­wie Ma­ro­nen­röhr­lin­ge, die als Ra­dio­nu­klid­samm­ler gel­ten, er­klärt der Baye­ri­sche Jagd­ver­band. Et­wa zwei Pro­zent der 45.000 bis 50.000 Wild­schwei­ne, die in Bay­ern pro Jahr er­legt wer­den, lie­gen über dem Grenz­wert von 600 Bec­que­rel.

Al­fred Körb­lein vom Um­welt­in­sti­tut Mün­chen schätzt auf der Ba­sis von Lang­zeit­stu­di­en zu Hi­ro­shi­ma und Na­ga­sa­ki, dass 50 Jah­re nach Tscher­no­byl ins­ge­samt rund 8000 Men­schen in Deutsch­land an strah­len­be­ding­ten Krebs­fol­gen ge­stor­ben sind.

Quel­le: Welton­line vom 26.04.2011
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Tschernobyl

Tscher­no­byl — Die Kat­s­tro­phe

Am  26. April 1986 kommt es im Kern­kraft­werk Tscher­no­byl zum größt­mög­li­chen Un­fall, der in ei­nem Kern­kraft­werk auf­tre­ten kann. Nach ei­nem miss­glück­ten Si­cher­heits­test ex­plo­diert der Re­ak­tor­block 4. Mas­si­ve Strah­lung tritt aus dem Re­ak­tor in die Um­welt.  Ei­ne rie­si­ge Wol­ke aus frei­ge­setz­ter Ra­dio­ak­ti­vi­tät wei­tet sich über Eu­ro­pa aus. Be­son­ders in­ten­siv sind die Ge­bie­te von Russ­land, Weiß­russ­land und der Ukrai­ne be­trof­fen. Ka­ta­stro­phe von Tscher­no­byl – Wi­ki­pe­dia

Die Fol­gen der Ka­ta­stro­phe

Strah­len­der Staub wur­de 1,5 Ki­lo­me­ter hoch in die At­mo­sphä­re ge­schleu­dert und vom Wind über Tau­sen­de Ki­lo­me­ter auch bis nach Eu­ro­pa ge­tra­gen. Lo­ka­le Re­gen­schau­er ver­tei­len die Ra­dio­nu­kli­de sehr un­gleich­mä­ßig. Wei­te Land­stri­che in der So­wjet­uni­on wer­den hoch strah­len­be­las­tet und für Mensch und Tier un­be­wohn­bar. 400.000 Men­schen wur­den um­ge­sie­delt, dar­un­ter die kom­plet­te Stadt Prip­jat mit 45.000 Ein­wohn­nern. Erst nach und nach wird das gan­ze Aus­maß der Ka­ta­stro­phe für die be­trof­fe­nen Men­schen deut­lich. Der Ost­wind weh­te die ra­dio­ak­ti­ve Wol­ke nach dem Re­ak­tor­un­fall von Tscher­no­byl auch nach Deutsch­land — vor al­lem in Süd­bay­ern, Tei­len Fran­kens und ei­ni­gen Land­stri­chen zwi­schen Mag­de­burg und Schwe­rin. Sie­he auch: Strahlentelex.de/Tschernobyl-Folgen

Die Fol­gen der Ka­ta­stro­phe in Be­la­rus

70 Pro­zent der aus­ge­tre­te­nen Ra­dio­ak­ti­vi­tät geht in Weiß­russ­land (Be­la­rus) nie­der. 20 % der land­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­che wer­den ver­strahlt. Mehr als 2 Mil­lio­nen Men­schen le­ben in den ver­strahl­ten Ge­bie­ten, dar­un­ter et­wa 800.000 Kin­der. Sie­he auch: Bot­schaft der Re­pu­blik Be­la­rus in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land — Die Tscher­no­byl-Ka­ta­stro­phe und ih­re Fol­gen

Tscher­no­byl — Heu­te

Vie­le Men­schen müs­sen heu­te noch, und in den nächs­ten Jahr­zenten, in ei­ner ver­strahl­ten Um­ge­bung le­ben. Ge­sund­heit­li­che Spät­fol­gen und Krebs­er­kran­kun­gen in der Be­völ­ke­rung stei­gen ste­tig an. Vor al­lem die Kin­der lei­den un­ter die ato­ma­re Ver­strah­lung. Ih­re Im­mun­sys­te­me sind ge­schwächt, Tumor‑, chro­ni­sche Er­kran­kun­gen, Stoff­wech­sel und Kin­der­dia­be­tes brei­ten sich zu­neh­mend aus. 25 Jah­re nach der Ka­ta­stro­phe sind acht von zehn Kin­der krank. Sie­he auch:  IPPN­WE — In­ter­na­tio­na­le Ärz­te für die Ver­hü­tung des Atom­krie­ges, Ärz­te in so­zia­ler Ver­ant­wor­tung e.V.

Zei­tungs­be­rich­te:

 

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Pa­ten­schaft

Über­neh­men Sie ei­ne ein­ma­li­ge Pa­ten­schaft für den Fe­ri­en­auf­ent­halt ei­nes Kin­des hier in Ib­ben­bü­ren und Um­ge­bung in Hö­he von  275,- € pro Jahr. Mit der Pa­ten­schaft über­neh­men Sie die Kos­ten für Trans­fer, Vi­sum, Ver­si­che­run­gen, die un­se­re In­itia­ti­ve für den Fe­ri­en­auf­ent­halt ei­nes Kin­des aus Belarus/Svensk auf­zu­brin­gen hat. Da­für be­kom­men Sie von uns ei­ne Pa­ten­schafts­ur­kun­de. Die Pa­ten­schaft wird nur für ein Jahr ab­ge­schlos­sen. Sie ver­län­gert sich nicht au­to­ma­tisch.

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Initiative Ibbenbüren

In­itia­ti­ve — Grün­dung

Die An­fän­ge der In­itia­ti­ve in Ib­ben­bü­ren ge­hen in das Jahr 1991 zu­rück. Die Leh­re­rin an der Aa­see-Haupt­schu­le Heid­run Schä­fer knüpft ei­nen Kon­takt mit der “Schu­le 94” in Minsk. Es kommt zu ei­ner Schul­part­ner­schaft.

Schon 1990  hat­te der en­van­ge­li­sche Kir­chen­kreis Müns­ter in Ver­bin­dung  mit dem Stu­den­ten­pfar­rer Wer­ner Lin­de­mann  die­se Part­ner­schafts-Ar­beit be­gon­nen.

1992 be­ge­ben sich Heid­run Schä­fer und ihr Mann Er­hard Schä­fer auf ei­ne Be­suchs­rei­se nach Weiß­russ­land und be­geg­nen den Mins­ker In­itia­to­ren Dr. Iri­na Gru­sche­wa­ja und ih­rem Mann Gena­dij Gru­sche­woj.

Bei­de hat­ten 1989 die Stif­tung  „Den Kin­dern von Tscher­no­byl“ ins Le­ben ge­ru­fen, die es sich zum Ziel ge­setzt hat­te, den Men­schen in den von der Atom­ka­ta­stro­phe ver­strahl­ten Ge­bie­ten zu hel­fen.

Als Heid­run Schä­fer 1996 ge­fragt wur­de, was sie und ihr Mann zur Grün­dung der Ib­ben­bü­re­ner In­itia­ti­ve ge­führt ha­be, ant­wor­te­te sie:

„Es war ei­ne Rei­se nach Weiß­russ­land (1992), bei der wir die In­itia­to­ren der Mins­ker Tscher­no­byl-In­itia­ti­ve ken­nen lern­ten. Sie hat uns so be­ein­druckt ob des un­be­schreib­li­chen Scha­dens und der Ent­schlos­sen­heit, den be­trof­fe­nen Men­schen zu hel­fen.“

1993 star­ten Heid­run und Er­hard Schä­fer ei­nen öf­fent­li­chen Auf­ruf. Sie wol­len Gast­el­tern fin­den, die be­reit sind für 3 ½ Wo­chen Kin­der aus der Mit­tel­schu­le in Svensk  auf­zu­neh­men. Über 60 El­tern mel­den sich. Die Ev. Kir­chen­ge­mein­de Ib­ben­bü­ren über­nimmt die Schirm­herr­schaft.

Auf die Fra­ge, wie es zu dem Kon­takt mit der Schu­le in Svensk  ge­kom­men ist , sagt Heid­run Schä­fer 1996:

„Als die Mins­ker In­itia­ti­ve an­ge­fan­gen hat, sich um die Fol­gen der Tscher­no­byl-Ka­ta­stro­phe zu küm­mern, da ist sie auf die­ser Spur auch auf den Ort Svensk ge­sto­ßen. Der di­rek­te Kon­takt ist dann über Pfar­rer Lin­de­mann und die In­for­ma­ti­ons­stel­le für Tscher­no­byl-In­itia­ti­ven in Müns­ter er­folgt.“

Der ers­te Gast­el­tern­auf­ruf

Un­ver­gess­lich  ist der 12. Ja­nu­ar 1993. Heid­run und Er­hard Schä­fer hat­ten in das „Al­te Pfarr­haus“ an der „Chris­tus­kir­che“ ein­ge­la­den.  Ge­sucht wur­den Ein­zel­per­so­nen und Gast­el­tern, die sich für die Auf­nah­me von Fe­ri­en­kin­dern aus der ver­strahl­ten Re­gi­on um das  Atom­kraft­werk Tscher­no­byl in­ter­es­sier­ten.

“Ich kam kurz vor 20.00 Uhr an das Haus und muss­te fest­stel­len, dass al­le Zu­gän­ge zu dem gro­ßen Grup­pen­raum blo­ckiert wa­ren. Müh­sam muss­te  ich mir mei­nen Weg bah­nen. Im Grup­pen­raum  wa­ren nicht nur al­le Stüh­le be­setzt, auch an den Wän­den stan­den die War­ten­den. Solch ei­nen An­drang hat­te nie­mand er­war­tet. Dass ich als Ge­mein­de­pfar­rer und „Haus­herr“ sol­che  Mü­he auf­wen­den muss­te, um in mein ei­ge­nes Haus zu kom­men, das war mir noch nie pas­siert. Es wa­ren so vie­le ge­kom­men, die hel­fen woll­ten, ob evan­ge­lisch oder ka­tho­lisch oder kei­ner Kon­fes­si­on an­ge­hö­rend, dass es am En­de viel zu we­ni­ge Kin­der gab, um al­le mit ei­nem Fe­ri­en­kind zu ver­sor­gen. Es war wie ei­ne Bür­ger­be­we­gung, bei der mög­lichst je­der von An­fang an da­bei sein woll­te. So hat es an­ge­fan­gen mit den Men­schen in Ib­ben­bü­ren.” (Rein­hard Paul, Pfar­rer der Ev. Kir­chen­ge­mein­de Ib­ben­bü­ren  1975 ‑2000)

Vom 02. – 27.09. 1993  kom­men erst­ma­lig  38 Kin­der und 3 Be­treu­er nach Ib­ben­bü­ren. Kli­cken Sie hier um mehr aus der Chro­nik un­se­rer In­itia­ti­ve zu le­sen.

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Spen­den­kon­to

Die Fe­ri­en­er­ho­lung wird von dem Lei­tungs­team  or­ga­ni­siert und be­glei­tet. Al­le Kos­ten des Fe­ri­en­auf­ent­hal­tes (Ver­si­che­run­gen, Vi­sa­ge­büh­ren, Bus­trans­fer uvm.) wer­den von der In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren be­zahlt. Ei­ne Fe­ri­en­er­ho­lung kos­tet  zwi­schen 15.000 und 20.000 €, je nach An­zahl der Kin­der. Da­bei hel­fen al­le Mit­ar­bei­ter eh­ren­amt­lich. Für un­se­re Ver­wal­tungs­ar­beit und auch für die­se In­ter­net­sei­te ge­ben wir kei­ne Spen­den­gel­der aus.

Un­se­re In­itia­ti­ve fi­nan­ziert sich aus­schließ­lich durch Spen­den. Je­de Spen­de, und sei sie auch noch so klein, wird di­rekt für die Fe­ri­en­er­ho­lung der Kin­der ver­wen­det.

Sie ha­ben ein Herz für Kin­der und möch­ten das auch zei­gen? Sie möch­ten sich so­zi­al en­ga­gie­ren, Kin­der un­ter­stüt­zen und Ge­sund­heit schen­ken? Dann sind Sie bei der Ib­ben­bü­re­ner In­itia­ti­ve „Den Kin­dern von Tscher­no­byl“ rich­tig.

Wir freu­en uns über je­de Spen­de!

 

 

Un­se­re Spen­den­kon­ten:

  • Kreis­spar­kas­se Stein­furt:
    IBAN: DE06 4035 1060 0007 0100 36   BIC: WELADED1STF
  • VR-Bank Kreis Stein­furt eG:
    IBAN: DE84 4036 1906 0011 2230 00   BIC: GENODEM1IBB

Un­se­re Ge­mein­nüt­zig­keit ist vom Fi­nanz­amt an­er­kannt. Auf Wunsch stel­len wir ger­ne ei­ne Spen­den­quit­tung aus. Ha­ben Sie Fra­gen? Dann neh­men Sie Kon­takt zu uns auf.

 

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Initiative Ibbenbüren

Der Ging­ko

Der Gingk­go oder auch Gin­ko­baum steht seit 2006 im Park des Kli­ni­kums an der Syn­ago­gen­stra­ße in Ib­ben­bü­ren. Der Gink­go­baum trieb nach dem Atom­bom­ben­ab­wurf über Ja­pan als Ers­ter wie­der aus. Er wur­de so­mit welt­weit zu ei­nem Wahr­zei­chen des Le­bens und ei­ner un­be­sieg­ba­ren mensch­li­chen Hoff­nung. Zum 20. Jah­res­tag der Re­ak­tor­ka­ta­stro­phe von Tscher­no­byl, ha­ben die In­itia­ti­ve Ib­ben­bü­ren “Den Kin­dern von Tscher­no­byl” und die “Weiß­russ­land­hil­fe” die­sen Gink­go­baum ge­pflanzt.

Pres­se­be­richt zur Ak­ti­ons­wo­che 2016 “Für ei­ne Zu­kunft nach Tscher­no­byl und Fu­ku­shi­ma” und zum 30. Jah­res­tag der Tscher­no­byl-Ka­ta­stro­phe 

Kategorien
Tschernobyl

Fu­ku­shi­ma Dai­i­chi

In­fol­ge des Tōho­ku-Erd­be­bens am 11. März 2011 und des fol­gen­den Tsu­na­mis fiel die elek­tri­sche En­er­gie­ver­sor­gung des Kraft­werks aus, so dass die Re­ak­tor­ker­ne und ge­la­ger­ten Brenn­stä­be man­gel­haft ge­kühlt wur­den. Dies führ­te zu ei­ner Un­fall­se­rie mit meh­re­ren Kern­schmel­zen, bei der die Re­ak­tor­blö­cke 1 bis 4 zer­stört und er­heb­li­che Men­gen ra­dio­ak­ti­ver Stof­fe frei­ge­setzt wur­den. Zwei Ar­bei­ter im Kraft­werk star­ben durch das Erd­be­ben, min­des­tens hun­dert er­hiel­ten Strah­len­be­las­tun­gen über 100 Mil­li­sie­vert.

Zu­nächst wur­de ein Ge­biet im Um­kreis von zwan­zig Ki­lo­me­tern mit 70.000 bis 80.000 An­woh­nern eva­ku­iert, spä­ter vor­über­ge­hend noch ei­ni­ge wei­ter ent­fern­te Or­te mit be­son­ders ho­her ra­dio­ak­ti­ver Be­las­tung. Land­wirt­schaft­li­che Er­zeug­nis­se, Bö­den, Lei­tungs­was­ser, Meer­was­ser und Mee­res­tie­re im wei­ten Um­kreis wur­den mit ra­dio­ak­ti­ven Stof­fen kon­ta­mi­niert; teil­wei­se wur­den da­bei die ge­setz­li­chen Grenz­wer­te um ein Viel­fa­ches über­schrit­ten.

Im Ver­lauf der Un­fall­se­rie stuf­te die ja­pa­ni­sche Atom­auf­sichts­be­hör­de die Vor­fäl­le in den Re­ak­tor­blö­cken 1 bis 3 auf der In­ter­na­tio­na­len Be­wer­tungs­ska­la für nu­klea­re Er­eig­nis­se zu­nächst vor­läu­fig als Stu­fe 4 („erns­ter Stör­fall“) und dann als Stu­fe 5 („erns­ter Un­fall“) ein. Spä­ter kam sie auf Grund­la­ge der ge­schätz­ten Men­ge an frei­ge­setz­ten ra­dio­ak­ti­ven Stof­fen zu ei­ner – im­mer noch vor­läu­fi­gen – Ein­ord­nung in die Höchst­stu­fe 7 („ka­ta­stro­pha­ler Un­fall“)

Der Su­per Gau von Fu­ku­schi­ma: Wi­ki­pe­dia

Ge­sund­heit­li­che Fol­gen von Fu­ku­shi­ma: IPPN­WE — In­ter­na­tio­na­le Ärz­te für die Ver­hü­tung des Atom­krie­ges, Ärz­te in so­zia­ler Ver­ant­wor­tung e.V.

Zei­tungs­be­rich­te:

  • Kri­ti­sche Fra­gen an Tep­co, Re­gie­rung, Atom­auf­sicht… vom 06.07.2012
  • Er­neu­te Pan­ne in Fu­ku­shi­ma… 07.04.2013
  • 180 Wis­sen­schaft­ler aus 27 Na­tio­nen: Al­les ist gut; kei­ne Ge­fahr durch Fu­ku­shi­ma… vom 01.06.2013
  • Rie­si­ges Leck in Fu­ku­shi­ma… vom 08.08.2013
  • Mehr Krebs­fäl­le bei Kinder/Leck in Atom­rui­ne… vom 22.08.2013
  • Fi­sche ex­trem mit Cä­si­um 137 be­las­tet… vom 23.08.2013
  • Hilf­lo­ses Kri­sen­ma­nage­ment… vom 04.09.2013
  • 360 Mil­lio­nen für Fu­ku­shi­ma… vom 04.09.2013
  • To­kio Aus­rich­ter Olym­pi­sche Spie­le 2020 vom 09.09.2013